Die Linke – Wofür steht die Linkspartei?

Die Partei wurde 2007 gegründet und entstand aus dem Zusammenschluss der „Partei des Demokratischen Sozialismus“ (kurz „PDS“ später „Linkspartei.PDS“) und der Partei „Arbeit & soziale Gerechtigkeit – Die Wahlalternative“ (kurz „WASG“). Wie der Name schon durchklingen lässt, ist sie im Parteienspektrum links ausgerichtet und setzt sich für einen „demokratischen Sozialismus“ in Gesellschaft und Politik ein. Die Linkspartei.PDS wiederum ist die Nachfolgerin der „Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands“ (kurz „SED“) der ehemaligen DDR. Aktuell zählt die Partei etwa 64.000 Mitglieder.

Die Linke Parteiprogramm – Ein Überblick

100% sozial ist der Slogan vom Die Linke Wahlprogramm bei der Bundestagswahl 2013 gewesen. Der programmatische Schwerpunkt liegt auf dem Thema soziale Gerechtigkeit. Damit einher gehen Forderungen nach einer Erhöhung des Spitzensteuersatzes, die Einführung einer Vermögensabgabe auf Erbschaften und große Vermögen. Damit sollen u. a. eine Anhebung des Hartz 4 Satzes, eine Mindestrente von 1.050 Euro sowie mehr Ausgaben für Bildung, Schulen und Kindergärten finanziert werden. Zudem steht Die Linke für einen Mindestlohn von 10,50 Euro.

Im Gesundheitswesen ist die Einführung einer solidarischen Bürgerversicherung das bestimmende Leitprojekt. Im Gegenzug soll die private Krankenversicherung abgeschafft werden, alle Bürger zahlen in die Bürgerversicherung ein. Außenpolitisch steht das Wahlprogramm in erster Linie für einen Abzug aller deutschen Truppen aus dem Ausland. Des Weiteren sollen deutsche Waffenexporte gesetzlich verboten werden. Auf europäischer Ebene fordert das Wahlprogramm Linke u.a. Banken zu entmachten und für die Finanzkrise bezahlen zu lassen. Darüber soll es EU-weit mehr Volksentscheide geben.

Die Linke – Bekannte Köpfe der Partei

Als bekanntesten Namen in der Partei gelten derzeit Gregor Gysi, Oskar Lafontaine, Sahra Wagenknecht, Dietmar Bartsch, Klaus Ernst und Katja Kipping. Traditionell wird die Partei von einer Doppelspitze geführt, derzeit sind dies Katja Kipping und Bernd Riexinger.

Die höchsten Bekanntheitswerte in der Bevölkerung dürften diese beiden eher nicht genießen. In der medialen Präsenz liegen Gregor Gysi sowie Oskar Lafontaine mit seiner Lebensgefährtin Sahra Wagenknecht weit vorne. Bei Auftritten in Talkshows sind diese sehr häufig vertreten und nicht nur linken Zeitungen drucken deren Gesichter und Statements vermehrt ab. Die Bundestagsfraktion wird vom streitbaren Gregor Gysi angeführt. Der Anwalt gilt als der Politstar bei den Linken, seitdem Oskar Lafontaine sich aus der Bundespolitik etwas zurückgezogen hat.

Regionale Präsenz der Linkspartei

Aus der Historie heraus ist Die Linke vor allem in den neuen Bundesländern stark vertreten und oftmals auch in Regierungsverantwortung auf Länderebene. Die Linke im Bundestag dagegen gehörte bislang immer der Opposition an. Die Linke Berlin regierte immerhin neun Jahre gemeinsam mit der SPD und Klaus Wowereit in Berlin. Zweitstärkste Partei wurde Die Linke Thüringen hinter der CDU mit über 27% der Stimmen.

Dagegen tut sich die Partei vor allem in Süddeutschland schwer und schaffte in Bayern, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg leider nie den Einzug in die dortigen Landesparlamente. Vor allem Die Linke Bayern hat einen schweren Stand im Stammland der CSU. Im Saarland ist die Partei recht erfolgreich gewesen, was vor allem auf die Person Oskar Lafontaine zurückzuführen ist. Auch in Norddeutschland ist der Zuspruch größer, so hat sich Die Linke Hamburg in der Bürgerschaft fest etabliert. In Nordrhein-Westfalen als größtem Bundesland gab es bei Wahlen ein Wechselbad der Gefühle. 2012 wurde nach einer Wahlperiode im Landtag der erneute Einzug von Die Linke NRW deutlich verpasst.