Studieren im Chemnitz: Warum werden Nebenjobs für Studenten immer wichtiger?

Studieren wird ständig teurer. Nicht nur steigen die Kosten des typischen Lebensunterhalts dank Fahrkartenerhöhung oder Spritpreisen, auch die Kosten für die Unterkunft kennen nur einen Weg: den nach oben. Das mag in Chemnitz zwar noch nicht so ausgeprägt wie in anderen Städten sein, doch da das Einkommen in Chemnitz ebenfalls geringer ist, fallen Steigerungen natürlich auf. Aber welche Möglichkeiten haben Studierende, um die private Kasse ein wenig aufzufüllen?

Die Möglichkeiten sind vielfältig

Es gibt viele Möglichkeiten, die nötigen finanziellen Mittel für das eigene Studium aufzubringen. Ein Nebenjob ist dabei die sicherste Variante, kostet allerdings auch Zeit. Einige Studierende setzen auch auf Lotto oder andere Glücksspiele, die von einem Tag auf den Anderen Millionäre produzieren. Als netter Zusatz mag das interessant sein, aber für die alltäglichen Finanzen sollten vor allem nachhaltige Lösungen gesucht werden. Neben dem Job stehen folgende Optionen an:

  • BAföG beantragen
  • Eltern um Unterstützung bitten
  • Studienkredit aufnehmen

Ein Nebenjob kann dabei sowohl die Haupteinnahmequelle als auch eien Ergänzugn darstellen. Folgende Jobs sind dabei interessant:

Kellnern – der Klassiker

Das ist wohl der absolut klassische Nebenjob für Schüler, Auszubildende und Studenten. Studenten haben hier noch den Vorteil, dass ihnen die Altersgrenze und somit der Jugendschutz selten in die Arbeitsplanung hineinspielt. Dennoch ist auch der Klassiker nicht frei von Risiken:

  • Zeiten beachten – je nach Arbeitsort sind die Arbeitszeiten eher speziell. Das kann für Studierende schon ein Problem sein, denn wie soll in einem Club bis tief in die Nacht gekellnert werden, wenn am nächsten Morgen die Vorlesung wartet?
  • Arbeitszeit beachten – Studierende können, gerade wenn sie schon Förderungen erhalten, nicht zu viele Stunden im Monat arbeiten. Zudem sollte auch beim Nebenjob darauf geachtet werden, dass der Mindestlohn eingehalten wird. Leider gibt es immer wieder Arbeitgeber, die die Nebenjobber zig Stunden arbeiten lassen, sodass gerade mal ein Lohn von 5,00 Euro in der Stunde rauskommt.

Besonders kompliziert kann das Kellnern für diejenigen sein, die noch keine Erfahrung in diesem Bereich gemacht haben. Viele glauben, es sei absolut nicht schwer, ein paar Bestellungen entgegenzunehmen und zum Tisch zu bringen. Dennoch sind Kellner ständig auf den Beinen und laufen oft Kilometer. Das kann schlauchen und sich wiederum negativ auf den Tag nach der Arbeit auswirken.

Taxifahren – Vorbereitung erforderlich

Auch dies ist eine gute Option, zumindest dann, wenn Studierende bei einem Taxiunternehmen angestellt sind und von ihm die notwendigen Arbeitsmittel erhalten. Doch so einfach ist es nicht:

  • Personenbeförderungsschein – wer gegen ein Entgelt Personen befördert, benötigt diesen Schein. Die Beantragung und Prüfung kosten ungefähr 400,00 Euro. Die Gebühr muss vom Fahrer selbst übernommen werden, nur selten stehen Taxiunternehmen dafür ein.
  • Einsätze – Taxifahren kann Spaß machen. Hier kommt es aber auf die Gegend und die Uhrzeit an. Zudem gibt es auch bei Taxiunternehmen durchaus gewisse Hierarchien, die Neulinge erst mal in die Außenbezirke drängen.

Generell ist Taxifahren ein guter Nebenjob, wenn sich Studierende darüber bewusst sind, dass sie den besten Umsatz zu Zeiten machen, in denen die Freunde und Kollegen Spaß haben. Auch in Chemnitz ist das Nachtleben am Wochenende gewaltig – der Taxifahrer sitzt jedoch draußen vor dem Club.

Online-Texten: Flexible Arbeitszeiten

Auch das ist eine Möglichkeit. Wer schon immer mal die Produktbeschreibungstexte in Onlineshops oder einen der Texte mit Verlinkungen schreiben wollte, der hat hiermit die Chance. Doch was so einfach klingt, ist durchaus anstrengend:

  • Aufträge – die meisten fangen wohl auf Textbörsen an. Um mit diesen Aufträgen auf einen typischen 450-Euro-Job zu kommen, sind viele Wörter, Texte und Aufträge nötig. Die Alternative sind private Auftraggeber, wobei hier natürlich auch mal eine Zahlung ausbleiben oder sich verspäten kann.
  • Anmeldung – der Job ist kein Nebenjob, sondern eine selbstständige Tätigkeit. Es muss zwar kein Gewerbe angemeldet werden, doch ist die Meldung beim Finanzamt inklusive der Überlegung, ob man sich als Kleinunternehmer oder nicht anmeldet, notwendig.

Aushilfe in Geschäften

In vielen Universitätsstädten haben diese Nebenjobs dem Kellnern jeglichen Rang abgelaufen. Die Aushilfen können oft sehr vielseitig arbeiten und Regale einräumen, aber auch kassieren. Ein Tipp:

  • Wahl – Studenten sollten nach Geschäften suchen, die inhabergeführt sind, obwohl sie einer Kette angehören. Gerade Supermärkte fallen in diesen Bereich.
  • Der Vorteil: Wer sich gut anstellt, der kann durchaus einmal mehr Stunden erhalten oder eine etwaige Arbeitslosigkeit zwischen Studium und erstem Job überbrücken. Die meisten Inhaber unterstützen die langjährigen Aushilfen.

Die meisten Supermärkte und Geschäfte arbeiten gezielt mit Studierenden, sodass die Dienstpläne den Vorlesungen und Präsenzzeiten angepasst werden.

Ordner oder Security

Auch diese Jobs sind in Chemnitz gut erhältlich. Gerade nach Abschluss der Sommerpause und nach dem Aufstieg des Chemnitzer FC in die Dritte Liga werden wohl an Spieltagen wieder Ordnerjobs vergeben. Hier gilt:

  • Ordner – es kommt auf das Unternehmen an, welche Ansprüche erfüllt sein müssen. Die einfachen Jobs, die oft auch das Bewachen eines Seitentors beinhalten, werden häufig ohne große Anforderungen vergeben.
  • Security – während auch hier die einfachen Jobs nur die Einholung eines Führungszeugnisses verlangen, kann es bei anderen Jobs ein wenig aufwendiger sein. Einige Jobs schreiben den Nachweis in der Unterweisung im Paragrafen 34a vor. Ob diese Unterweisung eigenständig in Anspruch genommen wird oder ob sie vom Unternehmen bezahlt wird, hängt von der Firma ab.

Dieser Nebenjob kann sehr vielseitig sein, wobei es natürlich auch höchst langweilige Einsätze gibt. Ein Manko ist vielleicht, dass die meisten Kräfte zum Wochenende angefordert werden, sodass Studierende selbst nicht viel Freizeit haben. Auch werden weder Ordner noch Securitys fest mit 450,00 Euro bezahlt, sondern stundenweise abgerechnet. Finden in einem Monat also wenige Veranstaltungen statt, bei denen die Firma gebucht ist, fällt das Gehalt auch dementsprechend gering aus.

Fazit – viele Einnahmequellen für Studierende in Chemnitz

Auch in Chemnitz gibt es diverse Nebenjobs, die Studenten helfen, den Kopf über Wasser zu halten. Welcher Job für wen infrage kommt, hängt natürlich vom eigenen Belieben ab. Das Taxifahren eignen sich beispielsweise nicht für die, die gerne am Wochenende feiern gehen, auch Ordner und Security ist kein Berufsfeld, wenn eben diese Veranstaltungen besucht werden, bei denen Ordner zugegen sind. Praktisch sind sämtliche Jobs rund um Aushilfstätigkeiten im Supermarkt, da sie durchaus dabei helfen können, eine spätere Arbeitslosigkeit abzuwenden. In diesem Bereich werden oft Kräfte gesucht und wer bereits Erfahrung nachweisen kann, der kann notfalls darauf zurückgreifen.